Bleiben Sie gesund!

Das ist der Wunsch, den man in diesen Tagen am häufigsten liest oder hört; am Ende einer Mail, eines Telefonats oder bei den rar gewordenen persönlichen Begegnungen. Wohl selten war damit so viel Ernsthaftigkeit verbunden wie zurzeit.

Wir machen uns Sorgen und sind verunsichert. Wer versucht, alles klein zu reden, ist vielleicht noch tiefer in der Furcht gefangen, als er oder sie es selber wahrhaben will.

Zumal uns ja nicht nur die bange Frage um die eigene Gesundheit berührt. Es geht auch darum, wie belastbar das menschliche Miteinander bei fortschreitender Krise ist. Ganz zu schweigen von wirtschaftlichen Notlagen, die bereits da sind oder noch kommen werden.

Vom Kirchenjahr her befinden wir uns gerade in der Passionszeit. Die Wochen, in denen wir den Leidensweg Jesu bis Ostern bedenken. Aber auch die Zeit, in der wir einmal ganz anders auf unser Leben schauen sollen.

Nun zwingt uns der Coronavirus dazu. Verzicht auf Wohlstand. Die „Sieben Wochen ohne Aktion“ der evangelischen Kirche macht das schon lange zum Thema. Doch niemand hätte geahnt, dass es jemals um sieben Wochen ohne Klopapier und Nudeln gehen könnte.

Der Coronavirus nimmt uns einiges, was die gewohnte Lebensqualität ausmacht. Die Reduzierung der sozialen Kontakte trifft uns besonders hart. Nicht einmal in den Kirchen können wir zusammenkommen.

Was uns bleibt, ist das trotzige Vertrauen, dass es nicht Gottes Wille sein kann, den Kopf in den Sand zu stecken.

Vielleicht sind diese Zeiten sogar eine Chance, sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen.

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit (2. Timotheus 1,7).

Bleiben Sie in diesem Sinne gesund an Leib und Seele!